Veggielife
living veggiestyle…
Ich lebe seit über sieben Jahren vegetarisch. Warum? Tiere zu züchten um sie zu essen empfinde ich als unethisch. Fleischproduktion ist Verschwendung von Ressourcen und geht zu Lasten unserer Umwelt. Vegetarisch zu leben ist nicht ungesund, ganz im Gegenteil.
“Ich möchte nicht im Fleischerladen hängen und die Hausfrauen kaufen mich scheibchenweise ein, also kann ich das auch nicht von den Tieren erwarten.” (Ingo Insterburg)
Denkweisen
Der Hauptgrund, der viele Menschen niemals auch nur auf den Gedanken kommen lässt, auf Fleisch zu verzichten, ist der Gewohnheitsfaktor. Teile von toten Tieren zu essen gilt als normal, ist gesellschaftlich akzeptiert und fast immer seit der Kindheit anerzogen. Zudem gibt es Vorbehalte, denn niemand will auf etwas scheinbar gutes Verzichten und sich den anderen gegenüber benachteiligt fühlen.
Seit der Änderung meiner Speisekarte habe ich aufgehört wie ein Fleischesser zu denken. Typische traditionelle Klischees sind z.B.:
- auf den Teller gehört ein Stück Fleisch und dazu noch eine Beilage (eine abwertende Bezeichnung!)
- Grünzeug ist (Mist und) nur etwas für Tiere…
Wenn man solche Sprüche hinter sich lässt, bietet sich einem plötzlich eine nie wahrgenommene Vielfalt an leckeren Früchten und Gemüsen zur Auswahl: Sie will nur erst entdeckt werden!

Fleisch vs. …?
Eine erstaunliche Sache ist, dass Fleisch eigentlich recht wenig an Eigengeschmack besitzt. Genauso wie Tofu erhält Fleisch erst durch Gewürze einen guten Geschmack. Kassler Schinken und Kochschinken schmecken hauptsächlich gut, weil sie sehr salzig sind, bei Rostbratwürstchen mit Senf dominiert der Senf den Sinneseindruck. Ich nenne ganz bewusst diese Beispiele, da ich diese typischen Geschmäcker von den Tier-Produkten recht gerne mochte bevor ich Vegetarier wurde.
Ein anderer einprägsamer Teil von Fleischprodukten ist ihre Konsistenz, die von Fleisch-Ersatzprodukten nachgeahmt wird, und nicht immer an das Original heranreicht. Einigen Leuten schmecken diese Produkte nicht wenn falsche Erwartungen geweckt wurden. Denen, die partout nur in den traditionellen Kategorien denken können, hilft es aber manchmal wenn sie einfach das Schweine- gegen ein Soja-Schnitzel tauschen können. Tatsächlich gibt bereits sehr leckere Produkte aus Soja oder Weizeneiweiß, die den Umstieg sehr leicht machen und die vegetarische Küche deutlich bereichern.
Dinge, die man oft in meiner Küche findet, sind: Oliven, Mozarella, Tomaten, Basilikum, Olivenöl, Balsamico-Essig, Eisberg- oder Romanasalat. Neben Pfannengemüse esse ich auch sehr gerne Sandwiches. Im Sommer finde ich Grillen im Freien sehr spaßig. Leider wird in einschlägigen Kreisen noch viel zu wenig vegetarisch gegrillt.

Wolframs Kartoffelschmaus
- 300g Kartoffelstückchen oder Rösti zerkleinert
- 150g Kräuterquark, Salatcreme oder Joghurt bzw. eine beliebige Mischung daraus
- etwas Knoblauch
- etwas Schnittlauch
- 1 Scheibe (Vollkorn-)Toast
Etwas raffiniertes Öl in einer Pfanne heiß machen und die Kartoffelstückchen anbraten. Knoblauch und Schnittlauch dazugeben, den ungetoasteten Toast hineinkrümeln und alles gut durchziehen lassen. Zum Schluss die Quark/Joghurt-Mischung unterrühren und servieren.
Mengenangaben für 1 Person.
Dieses Rezept steht unter der GPL 2.0, Autor: Wolfram Riedel.




