Aus den Kommentar-Spams..

27. August 2010

Check out a marvelous search engine –
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Das nenn ich doch mal eine richtig “überzeugende” Werbung!

BGE und Peer Production

12. Januar 2010

Seit einigen Jahren ist mir Oekonux ein Begriff, eine Community, die das Modell der Entwicklung freier Software auf eine allgemeine Wirtschaftsform übertragen möchte. Sie benutzt für ihre Theorie den im wahrsten Sinne des Wortes blumigen Begriff “Keimform”, der unter meinen damaligen Peers in erster Linie für Heiterkeit sorgte. Aber selbst wenn ihre Theorie vielleicht nicht den höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügen mag, so sprechen sie dennoch einen interessanten politischen Punkt an: eine Gesellschaft, in der man sich frei organisiert ohne das Primat des Kapitals selbst verwirklichen kann. Das Prinzip der “Peer Production” beleuchtet Christian Siefkes in seinem Buch “Beitragen statt tauschen“.

Heute sehe ich ihren Ansatz in Verbindung mit der Idee des Grundeinkommens mit etwas anderen Augen. Die Einführung eines Grundeinkommens würde es wohl erlauben, große Teile ihrer antizipierten Wirtschaftsform umzusetzen. Güter und Dienstleistungen würden zwar nicht einfach aufhören, Waren zu sein, und das Geld würde nicht verschwinden, aber die Entkoppelung von Arbeit und Einkommen erlaubte die von ihnen ersehnte Selbstentfaltung in frei gewählten Tätigkeiten, und die unter bestimmten Bedingungen sehr fruchtbare Produktionsweise freier Softwareprojekte könnte auf andere Bereiche deutlich ausgeweitet werden. Die Verbindung von Grundeinkommen und Peer Production erscheint mir insgesamt eine sehr natürliche, und ich bin geradezu erstaunt, dass das Grundeinkommen von den Oekonuxern nicht (stärker) propagiert wird. Die ihnen gewiss noch innewohnende Vorstellung, das Kapital vollends überwinden zu müssen, steht dem wohlmöglich im Wege?

Selbst wenn wir mit einem Grundeinkommen das Kapital nicht überwinden werden, sondern uns mit ihm “nur” nachhaltig arrangieren können — was unter den heutigen Bedingungen leider nicht gilt –, wäre viel gewonnen. Der Antrieb zu Arbeit sollte vor allem intrinsischer Natur sein: individuelle Interessen und Ziele, Bildung und Weiterentwicklung, Freundschaftsdienste und Familienarbeit aus Zuneigung und Hilfsbereitschaft. Produktionen müssen in einem entschärften Kapitalismus keine Gewinne abwerfen, solange sie nur Kosten und Steuern decken. Das Streben nach Gewinn könnte sich von außen (Geld) nach innen (Befriedigung) verlagern. Im Mittelpunkt dessen sehe ich ein sinnerfülltes Leben und Streben: organisiert als Peer Production, ermöglicht durch ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Meine Weihnachtsbotschaft: Andacht ohne Gott

26. Dezember 2009

Die Adventszeit ist eine höchst sinnliche Zeit: Zucker und Fett, Alkohol und Gewürze, aber auch jede Menge Kerzen und Lichterketten helfen uns dabei, in der dunklen Jahreszeit (zur Wintersonnenwende) bei Laune zu bleiben. Weihnachten kann ein wunderbar schönes und besinnliches Fest sein, an dem man mit seiner Familie zusammenkommt, ausgiebig tafelt, sich gegenseitig eine Freude macht, zusammen redet, lacht und singt.

Aber in die Kirche sind wir an Weihnachten nie gegangen, und davon war ich noch nie so überzeugt wie heute. Wenn Katrin Göring-Eckardt in der sonntaz meint, dass alle guten Gewissens zum Weihnachtsgottesdienst gehen könnten, weil die christliche Botschaft alles andere als exklusiv für regelmäßige Gottesdienstbesucher sei, dann ändert das nichts an der Tatsache, dass es trotzdem eine christliche — also religiöse — Botschaft ist, und dass der Gottesdienst in der Kirche ein Dienst an einem Gott ist, noch dazu an einem bestimmten.

Dabei ist das Weihnachtsfest schon sehr viel älter als das Christentum, und es hat für viele Menschen gar keine religiöse Bedeutung. Es sollte aber auch mehr als nur ein Konsumevent sein: ein Fest der Liebe. Aber statt eines Gottesdienstes brauchen wir eine Andacht für alle Menschen. Uns eint kein Gott, sondern nur unser Mensch-sein. Unseren blauen Planeten und sein Klima müssen wir selber retten. “Friede auf Erden” ist eine universelle Botschaft, für die es keine Kirche, keinen Geistlichen braucht, sondern Menschen, die die Waffen niederlegen und deren Fabriken schließen.

Atheismus bedeutet nicht, keine Seele zu haben, sondern der Papst seines eigenen Weltbilds zu sein. Jeder kann seine eigene Weihnachtsbotschaft von Frieden und Liebe verkündigen, die Herzen berührt und uns überdenken lässt was wir in dieser Welt noch besser machen können. Deshalb rufe ich jeden Erdenbürger auf, nächstes Jahr zur Weihnachtszeit eine eigene Andacht zu halten, zu organisieren oder einer beizuwohnen. Nicht von und für Gott, sondern in bester humanistischer Tradition von Menschen für Menschen.

Bundestagswahl 2009: Wählen gehen!

27. September 2009

Das ennomane Blog weist zur heutigen Bundestagswahl nochmals auf die Wählbarkeit der Piratenpartei hin, besser hätte ich das auch nicht zusammenfassen können.

Nichtwähler stärken übrigens die CDU, und den Protest mittels ungültiger Wahlzettel wird genau niemand hören. Wählengehen ist allererste Demokratenpflicht, und deshalb werde ich mich jetzt auch nicht mehr lange mit Schreiben aufhalten, sondern gehe gleich los um meinen Änderhaken zu setzen.


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